Kurz erklärt: Für eine Entrümpelung gibt es keinen seriösen Einheitspreis, der auf jedes Objekt passt. Entscheidend sind Menge und Art des Räumguts, die Zugänglichkeit, notwendige Demontagen, Transportwege und die Entsorgung. Ein belastbares Angebot entsteht deshalb nach einer Besichtigung oder anhand aussagekräftiger Fotos.
Diese Faktoren bestimmen den Preis
Die Wohnfläche allein sagt wenig über den tatsächlichen Aufwand aus. Eine kleine, stark vollgestellte Wohnung kann mehr Arbeit verursachen als ein großes, bereits vorsortiertes Objekt. Für die Kalkulation sind besonders folgende Punkte relevant:
- Menge und Volumen: Wie viele Möbel, Kartons, Elektrogeräte und sonstige Gegenstände müssen entfernt werden?
- Materialarten: Holz, Metalle, Elektrogeräte, mineralische Abfälle und gemischte Materialien werden unterschiedlich verladen und entsorgt.
- Zugänglichkeit: Etage, Aufzug, Treppenhaus, Laufwege, Ladezone und Entfernung zum Fahrzeug beeinflussen den Zeitbedarf.
- Demontagen: Küchen, Schränke, Regale, Maschinen oder nicht tragende Einbauten müssen gegebenenfalls vor dem Abtransport zerlegt werden.
- Nebenräume: Keller, Dachboden, Garage, Gartenhaus oder Lagerflächen sollten im Angebot ausdrücklich enthalten sein.
- Übergabezustand: Besenreine Übergabe und eine zusätzliche Grundreinigung sind unterschiedliche Leistungen.
Besichtigung oder Fotoeinschätzung?
Für überschaubare Mengen kann eine Fotoeinschätzung ausreichen. Wichtig sind dabei Gesamtaufnahmen jedes Raumes, Bilder von Nebenräumen, Treppenhaus und Zugang sowie Hinweise auf besonders schwere oder große Gegenstände. Bei kompletten Haushalten, stark belasteten Räumen, Gewerbeflächen, Maschinen oder Rückbauarbeiten ist eine Vor-Ort-Besichtigung meist die bessere Grundlage.
Das Angebot sollte klar benennen, welche Räume und Leistungen erfasst sind. So lässt sich später nachvollziehen, was der Festpreis abdeckt und welche zusätzlichen Mengen oder Arbeiten eine neue Abstimmung erfordern.
Was gehört in ein transparentes Angebot?
Ein verständliches Angebot beschreibt nicht nur eine Gesamtsumme. Es sollte den vereinbarten Umfang nennen: Räumung, notwendige Demontagen, Tragen und Verladen, Abtransport, Entsorgung oder Verwertung sowie den vorgesehenen Übergabezustand. Auch die Einsatzadresse und besondere Bedingungen wie fehlender Aufzug oder lange Laufwege gehören in die Kalkulation.
Wertanrechnung nur nach Prüfung
Verwertbare Gegenstände können den Aufwand teilweise reduzieren. Ob eine Wertanrechnung möglich ist, hängt jedoch von Zustand, Nachfrage, Vollständigkeit, Transport- und Lageraufwand ab. Fotos können einen ersten Eindruck vermitteln; verbindlich sollte die Anrechnung erst nach Prüfung und ausdrücklicher Vereinbarung erfolgen.
So erleichtern Sie die Angebotserstellung
- Alle zu räumenden Räume und Nebenflächen nennen.
- Etage, Aufzug, Park- und Lademöglichkeit angeben.
- Fotos als Übersicht und nicht nur als Detailaufnahme senden.
- Schwere Gegenstände, Maschinen, Tresore oder Einbauten gesondert erwähnen.
- Festlegen, was erhalten bleiben muss und wie die Fläche übergeben werden soll.
RTD Stuttgart erstellt Angebote für Entrümpelungen in Stuttgart sowie nach Absprache für Ludwigsburg, Leonberg und Pforzheim.
Häufige Fragen
Kann der Preis nur anhand von Fotos festgelegt werden?
Bei überschaubaren und gut dokumentierten Mengen ist das möglich. Größere oder unklare Aufträge sollten vor Ort besichtigt werden.
Was passiert bei zusätzlichen Mengen?
Nicht angegebene Mehrmengen oder zusätzliche Leistungen werden vor der Ausführung abgestimmt und gesondert berücksichtigt.
Ist eine Grundreinigung im Festpreis enthalten?
Nur wenn sie ausdrücklich im Angebot aufgeführt ist. Besenrein und Grundreinigung sind unterschiedliche Leistungsumfänge.
